Stolperfallen rund ums Zelt bei Dunkelheit entschärfen
08.10.2026
Der ADAC empfiehlt, vor der Nacht die Außenbeleuchtung zu prüfen. Mit einem kurzen Rundgang lassen sich außerdem Leinen, Ausrüstung und Kabel aus dem Laufweg nehmen; nach Regen sollten die Heringe kontrolliert werden.
Parzelle bei Tageslicht lesen
Dünne Abspannleinen, Heringe und niedriges Gepäck sind im Dunkeln leicht zu übersehen. Geh die Campingparzelle deshalb vor Sonnenuntergang einmal aus den typischen Richtungen ab: vom Zelteingang zu Tisch, Auto und Weg. Achte darauf, wo sich Leinen mit dem natürlichen Laufweg kreuzen und ob Schuhe, Taschen oder eine hochstehende Matte im Durchgang liegen. Der ADAC führt Zeltschnüre und Heringe ausdrücklich unter den Stolperfallen auf, die sichtbar gemacht oder umgestellt werden sollten ([ADAC](https://www.adac.de/der-adac/ueber-uns-se/familien-camping-glamping/glamping-kinder/)). Richte nach Möglichkeit einen geraden, freien Korridor vom Zelteingang zu den häufig benutzten Zielen ein. Verschiebe lose Gegenstände an den Rand, verstaue Kleinteile in einer Box und lass Schuhe nicht mitten im Weg stehen. Abspannungen sind jedoch Teil der Zeltverankerung: Nicht einfach lösen oder so verlegen, dass das Zelt instabil wird. Wo eine Leine in der Nähe des Wegs bleiben muss, sorge dafür, dass sie aus den typischen Anlaufrichtungen auffällt.
Licht vorbereiten und griffbereit halten
Nicht erst nach dem Abendessen feststellen, dass die Lampe leer oder die Außenbeleuchtung ausgefallen ist: Prüfe sie rechtzeitig und positioniere ein kleines Campinglicht dort, wo es den Eingang und den ersten Schritt aus dem Zelt erkennbar macht. Der ADAC empfiehlt, nachts die Außenbeleuchtung zu prüfen und nennt Campinglicht oder Solarlampen als mögliche Ergänzung ([ADAC](https://www.adac.de/der-adac/ueber-uns-se/familien-camping-glamping/glamping-kinder/)). Eine Lichtquelle sollte Orientierung geben, ohne Nachbarn direkt anzustrahlen. Lege zusätzlich eine Taschen- oder Stirnlampe an einen festen Platz im Zelt. Dann musst du nachts nicht im Dunkeln nach Schuhen oder Licht suchen. Eine Stirnlampe lässt die Hände frei, wenn du den Reißverschluss öffnest oder Gegenstände aufnimmst. Licht ersetzt jedoch weder freigeräumte Wege noch einen wachen Blick auf den Boden.
Kabel aus Fußwegen heraushalten
Stromleitungen und Verlängerungskabel können sich mit Zeltschnüren oder Ausrüstung zu einem schwer erkennbaren Hindernis verbinden. Stelle Ladegeräte und Lampen so auf, dass ihre Kabel nicht über den Laufweg liegen. Die DGUV rät allgemein dazu, Geräte derart aufzustellen, dass Kabel keine Fußwege kreuzen ([DGUV](https://www.dguv.de/de/praevention/themen-a-z/stolperunfaelle/verhaltensregeln/index.jsp)). Wenn sich eine Querung nicht vermeiden lässt, nutze eine geeignete, sicher befestigte Kabelabdeckung statt einer lose hingelegten Decke oder Matte, die selbst eine Kante bilden kann. Ist ein Kabel beschädigt, nass oder nicht sicher zu führen, nutze den betroffenen Bereich nicht als Durchgang und wende dich an die Platzverwaltung. Gemeinschaftliche Elektroinstallationen nicht eigenmächtig verändern.
Nach Regen Heringe und Wege nachsehen
Die Stolper- und Sicherheitslage bleibt nicht unbedingt so, wie sie am Abend aufgebaut wurde. Nach Regen kann der Boden weicher werden, sodass Heringe sich lösen; das Met Office empfiehlt, ihre Befestigung vor dem Schlafengehen zu prüfen ([Met Office](https://weather.metoffice.gov.uk/warnings-and-advice/seasonal-advice/travel/out-and-about/camping-in-wind-and-rain)). Kontrolliere auch, ob Leinen abgesackt sind oder Schlamm und Wasser den begehbaren Bereich verändert haben. Eine einfache Abendroutine hilft: Lampe an den festen Platz legen, Eingang und Laufkorridor freiräumen, Heringe und Abspannungen ansehen und den Weg außerhalb der Parzelle gedanklich festlegen. Bei Nässe oder Dunkelheit lieber langsam gehen, den Boden mit der Lampe absuchen und das Handy währenddessen wegstecken. Eine sichtbare Leine senkt das Risiko, aber unebener, nasser Boden bleibt eine mögliche Gefahr.